Tag des offenen Denkmals 2018

7. – 9. September

Fritz-Schumacher-Kapelle Finkenwerder

Die von Fritz Schumacher 1926 entworfene Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder wurde 2014/15 renoviert. 2016 folgte die Freilegung der Dekorationsmalerei am Bogensturz. Die Kapelle wurde der Finkenwerder Geschichtswerkstatt zur Nutzung überlassen. Es finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt, zudem dient sie als außerschulischer Lernort. Durch die Besonderheit des Ortes mit Kriegsgräbern aus zwei Weltkriegen liegt der thematische Schwerpunkt bei Krieg, Vertreibung, Migration und Integration.
Veranstalter: Finkenwerder Geschichtswerkstatt im KFN-Kunstförderung Nord

Norderkirchenweg / Finkenwerder Landscheideweg
Offen: Sa. 10–18 h,
So. 10–17 h
Führung: halbstündlich (Kapelle), laufend (Friedhof) Programm: Ausstellung, Informationen zur Geschichtswerkstatt
Kutterhafen Finkenwerder

Seit 1994 liegen segelnde ehem. Berufsfahrzeuge im Kutterhafen. Die stählernen Ewer FRIEDA und JOHANNA sicherten Anfang des vorigen Jahrhunderts den Warenstrom zwischen Hamburg und den niederelbischen Marschen. Sie transportierten Baumaterial aus den Ziegeleien der Unterelbe, Obst und Gemüse aus dem Alten Land sowie Stückgüter wie Kisten und größere Gepäckstücke. Komplettiert wird das Ensemble durch den kleinen Haseldorfer Ewer DIE VERÄNDERUNG, den ehemaligen Fischkutter HF 329 WILMA und das Kulturschiff ALTENWERDER. Auf der alten ausrangierten Hafenfähre finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Veranstalter: Finkenwärder-Gaffel-Gemeinschaft e. V.

Köhlfleet-Hauptdeich
Offen: Sa. 11–17 h, So. 11–16 h
Führung: nach Bedarf

Hamburg Elbabwärts 1875

Eine Ausstellung der Finkenwerder Geschichtswerkstatt in der Fritz-Schumacher-Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder am Norderkirchenweg. seit 05. Mai 2018

Illustrationen der Zeichner Gustav Schönleber, Johannes Gehrts und Hans Bartels aus den Jahren 1874-79. Die Künstler haben damals die gesamte deutsche Ostsee- und Nordseeküste bereist. Die Ausstellung zeigt Zeichnungen aus Hamburg, dem Elbebereich sowie Helgoland.

Kurzbiografien der Künstler:

Johannes Gehrts
geboren am 26.02.1855 in St. Pauli
gestorben 05.10.1921 in Düsseldorf
Mitglied der Düsseldorfer Malerschule, arbeitete als Maler und Kostümbildner und gilt als bedeutendster Buchillustrator des 19. Jahrhunderts.

Hans Bartels
geboren am 25.12. 1856 in Hamburg
gestorben 05.10.1913 in München
Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832, thematisch beschäftigte er sich hauptsächlich mit dem Meer, seine Bilder wurden für ihre Energie gerühmt.

Gustav Schönleber
geboren am 03.12.1851 in Bietigheim
gestorben am 01.02.1917 in Karlsruhe
Studierte Landschaftsmalerei in München und galt als der bedeutendste und eigenwilligste schwäbische Realist und Impressionist seiner Zeit.

Edmund Hoefer
geboren am 15.10.1819 in Greifswald
gestorben am 22.05.1882 in Cannstadt
Studierte Philologie und Geschichte, Mitbegründer der Zeitschrift Hausblätter und arbeitete als Novellist und Literaturkritiker. Seine Vorzüge waren eine energische und lebendige Charakteristik in seinen Schilderungen von Landschaften und der häuslichen Umgebung seiner Gestalten.

JohannesWedde (Autor Hamburg)
geboren am 15.01.1843 in Uelzen
gestorben am 13.01. 1890 in Lübeck
Studierte Geschichte und Staatswissenschaft und arbeitete als Redakteur und Herausgeber von Zeitungen wie das „Hamburger Echo“. Er schrieb außerdem Novellen sowie Gedichte. Als Mitglied der Sozialdemokratie nahm er 1889 am Gründungskongress zur II. Internationale in Paris teil. Bei seinem Tod zeigte sich die Wertschätzung der Bevölkerung: 25.000 Hamburger folgten seinem Sarg.


Hopfenmarkt und Nikolaikirche in Hamburg (Gustav Schönleber)


Pariser Elbbrücken in Hamburg (Johannes Gehrts)


Hamburger Hafen (Hans Bartels)


Blick auf die Elbe und den Hamburger Hafen (Franz Gehrts)


Am Strand von Blankenese (Gustav Schönleber)


Zwischen den Elbmarschen (Gustav Schönleber)


Helgoland (Gustav Schönleber)