Hamburgs Süden und Finkenwerder auf historischen Karten

Aus dem Nachlass des Historikers Hans Walden wurden der Finkenwerder Geschichtswerkstatt etliche Reproduktionen historischer Landkarten aus dem Hamburger Süden und des Hafengebietes überlassen. Wir zeigen diese Exponate, zusammen mit aktuellen Karten aus den 70iger Jahren, auf denen die Veränderungen Finkenwerders  und umzu sichtbar werden.

vom 26. März – 30. April 2019 in der Fritz-Schumacher-Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder, Norderkirchenweg

Dienstag 16 – 19h, Donnerstag 15 -18h und auf Anfrage: 040 7427992

Ausstellung im Hamburger Rathaus : Eine Stadt und ihr KZ, Häftlinge des KZ Neuengamme im Hamburger Kriegsalltag 1943-1945

15 Außenlager des KZ Neuengamme wurden 1944 in Hamburg errichtet, darunter auch das Außenlager Finkenwerder in dem Häftlinge für die Deutsche Werft schuften mussten. Hamburgerinnen und Hamburger begegneten KZ-Häftlingen im Alltag auf der Straße, dem Arbeitsweg und im Betrieb.

Die Ausstellung wird zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar von der Hamburgischen Bürgerschaft präsentiert. Sie ist vom 17. Januar bis 10. Februar 2019 im Hamburger Rathaus zu sehen.

Gedenkveranstaltung / Kranzniederlegung am 18.11.2018

Die Finkenwerder Geschichtswerkstatt erinnert seit 1998 mit einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nazi-Terrors anläßlich der Pogrome von 1938. In diesem Jahr ist es 80 Jahre her, dass die Nazis die Verzweiflungstat eines jungen polnischen Juden in der deutschen Botschaft Paris zum Anlass nahmen, den „spontanen Volkszorn“ zu organisieren. Vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen, wurden jüdische Geschäfte zerstört und geplündert, wurden jüdische Mitbürger geschlagen und ca. 20.000 von ihnen in das KZ-Dachau eingeliefert.
Diskriminierung und Verfolgung erfuhren in der Nazi-Zeit etliche Gruppen, die aus politischen oder Glaubensgründen nicht mit den verbrecherischen neuen Machthabern einverstanden waren oder ihren kruden „Rasse- und Reinheitsgesetzen“ nicht entsprachen. Dazu gehörten unter anderem auch die Homosexuellen. Unsere diesjährige Veranstaltung ist dieser Gruppe gewidmet.

Nach der Kranzniederlegung am Mahnmal, Ecke Rüschweg/Neßpriel um 15.00 Uhr, berichtet der Historiker Dr. Gottfried Lorenz im Gemeindesaal der St. Nikolai Kirche, Finkenwerder Landscheideweg 157, um 15.30 über das Schicksal der Homosexuellen vor, während und nach der NS-Zeit.

Ausstellung REVOLUTION 1918

Am 31.Oktober startet die Finkenwerder Geschichtswerkstatt mit ihrer dritten diesjährigen Ausstellung. Sie erinnert an die dramatischen Veränderungen in Europa nach Beendigung des Ersten Weltkrieges als die alten Ordnungen sich auflösten und die unterprivligierten Klassen aufbegehrten. Es begann in Russland. Deshalb zeigt die Ausstellung zunächst Plakate aus der Zeit der russischen Revolutiionsjahre 1917-1920.

Die Plakate drückten zu ihrer Zeit die Besorgnisse, die Befürchtungen, die Hoffnungen, die humanen Ideale von Millionen Menschen aus in einem Kampf, der für sie nur mit einem Rückfall in den dunkelsten der Abgründe oder mit einer strahlenden Wiedergeburt enden konnte. Alle diese in sehr verschiedenen Stilen gearbeiteten Plakate sind durch den revolutionären Impuls geeint, deren Ausdruckkraft zeigt, wie die Kraft einer Idee sich in unterschiedlichen Stilen und Formen ausdrücken kann. Sie verströmen eine Erneuerkungskraft, das Gefühl eines ungeheuren Aufatmens, einer Bewegungsfreiheit, die die Revolution und deren Ideen für die Hoffnungen und die Intelligenz der Menschen und für die erhabene Idee einer gerechten und gleichen Gesellschaft in sich trug. Das betrifft besonders Plakate, welche die Kampagne gegen das Analphabetentum, der Gefahr einer Hungersnot oder gegen Antisemitismus und Prostitution betreffen. Ergänzt wird die Ausstellung mit Texten zur Revolution in Hamburg.
Die Ausstellung in der Fritz-Schumacher-Kapelle wird am 31.Oktober 2018, 15 Uhr eröffnet und ist danach bis Mitte Dezember jeden Dienstag 14-16 Uhr und Donnerstag 14-16 Uhr zu besichtigen. Außerhalb dieser Zeiten auf Anfrage unter 040 7427992.

Tag des offenen Denkmals 2018

7. – 9. September

Fritz-Schumacher-Kapelle Finkenwerder

Die von Fritz Schumacher 1926 entworfene Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder wurde 2014/15 renoviert. 2016 folgte die Freilegung der Dekorationsmalerei am Bogensturz. Die Kapelle wurde der Finkenwerder Geschichtswerkstatt zur Nutzung überlassen. Es finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt, zudem dient sie als außerschulischer Lernort. Durch die Besonderheit des Ortes mit Kriegsgräbern aus zwei Weltkriegen liegt der thematische Schwerpunkt bei Krieg, Vertreibung, Migration und Integration.
Veranstalter: Finkenwerder Geschichtswerkstatt im KFN-Kunstförderung Nord

Norderkirchenweg / Finkenwerder Landscheideweg
Offen: Sa. 10–18 h,
So. 10–17 h
Führung: halbstündlich (Kapelle), laufend (Friedhof) Programm: Ausstellung, Informationen zur Geschichtswerkstatt
Kutterhafen Finkenwerder

Seit 1994 liegen segelnde ehem. Berufsfahrzeuge im Kutterhafen. Die stählernen Ewer FRIEDA und JOHANNA sicherten Anfang des vorigen Jahrhunderts den Warenstrom zwischen Hamburg und den niederelbischen Marschen. Sie transportierten Baumaterial aus den Ziegeleien der Unterelbe, Obst und Gemüse aus dem Alten Land sowie Stückgüter wie Kisten und größere Gepäckstücke. Komplettiert wird das Ensemble durch den kleinen Haseldorfer Ewer DIE VERÄNDERUNG, den ehemaligen Fischkutter HF 329 WILMA und das Kulturschiff ALTENWERDER. Auf der alten ausrangierten Hafenfähre finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Veranstalter: Finkenwärder-Gaffel-Gemeinschaft e. V.

Köhlfleet-Hauptdeich
Offen: Sa. 11–17 h, So. 11–16 h
Führung: nach Bedarf

Hamburg Elbabwärts 1875

Eine Ausstellung der Finkenwerder Geschichtswerkstatt in der Fritz-Schumacher-Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder am Norderkirchenweg. seit 05. Mai 2018

Illustrationen der Zeichner Gustav Schönleber, Johannes Gehrts und Hans Bartels aus den Jahren 1874-79. Die Künstler haben damals die gesamte deutsche Ostsee- und Nordseeküste bereist. Die Ausstellung zeigt Zeichnungen aus Hamburg, dem Elbebereich sowie Helgoland.

Kurzbiografien der Künstler:

Johannes Gehrts
geboren am 26.02.1855 in St. Pauli
gestorben 05.10.1921 in Düsseldorf
Mitglied der Düsseldorfer Malerschule, arbeitete als Maler und Kostümbildner und gilt als bedeutendster Buchillustrator des 19. Jahrhunderts.

Hans Bartels
geboren am 25.12. 1856 in Hamburg
gestorben 05.10.1913 in München
Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832, thematisch beschäftigte er sich hauptsächlich mit dem Meer, seine Bilder wurden für ihre Energie gerühmt.

Gustav Schönleber
geboren am 03.12.1851 in Bietigheim
gestorben am 01.02.1917 in Karlsruhe
Studierte Landschaftsmalerei in München und galt als der bedeutendste und eigenwilligste schwäbische Realist und Impressionist seiner Zeit.

Edmund Hoefer
geboren am 15.10.1819 in Greifswald
gestorben am 22.05.1882 in Cannstadt
Studierte Philologie und Geschichte, Mitbegründer der Zeitschrift Hausblätter und arbeitete als Novellist und Literaturkritiker. Seine Vorzüge waren eine energische und lebendige Charakteristik in seinen Schilderungen von Landschaften und der häuslichen Umgebung seiner Gestalten.

JohannesWedde (Autor Hamburg)
geboren am 15.01.1843 in Uelzen
gestorben am 13.01. 1890 in Lübeck
Studierte Geschichte und Staatswissenschaft und arbeitete als Redakteur und Herausgeber von Zeitungen wie das „Hamburger Echo“. Er schrieb außerdem Novellen sowie Gedichte. Als Mitglied der Sozialdemokratie nahm er 1889 am Gründungskongress zur II. Internationale in Paris teil. Bei seinem Tod zeigte sich die Wertschätzung der Bevölkerung: 25.000 Hamburger folgten seinem Sarg.


Hopfenmarkt und Nikolaikirche in Hamburg (Gustav Schönleber)


Pariser Elbbrücken in Hamburg (Johannes Gehrts)


Hamburger Hafen (Hans Bartels)


Blick auf die Elbe und den Hamburger Hafen (Franz Gehrts)


Am Strand von Blankenese (Gustav Schönleber)


Zwischen den Elbmarschen (Gustav Schönleber)


Helgoland (Gustav Schönleber)

Vernetzen Beteiligen Gestalten

Dokumentation der 8. Lokalen Bildungskonferenz Finkenwerder

Montag, den 18. Juni 2018, von 14:30 bis 18:00 Uhr
in der Geschichtswerkstatt Finkenwerder (Fritz-Schumacher-Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder) Norderkirchenweg, 21129 Hamburg

Themenschwerpunkt:
„Aktiv für Finkenwerder – Wir arbeiten weiter!“
Moderation: Anita Hüseman
Protokoll: Josephine Koschak, RBK-Geschäftsstelle

Flyer als PDF

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Wanderausstellung

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Kinder vom Bullenhuser Damm, vom Auffinden der Angehörigen, von der jährlichen Gedenkfeier, von dem Internationalem Jugendprojekt zum 70. Jahrestag im Jahr 2015, den Gedanken der internationalen Jugendlichen zu dem Thema und endet im Heute: Wann fängt Diskriminierung an?

Finkenwerder Geschichtswerkstatt in der Fritz-Schumacher-Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder am Norderkirchenweg

vom 10. Juni bis 10. Juli 2018
geöffnet dienstags und donnerstags 16-19 Uhr oder für Schulen und Gruppen nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung am 10. Juni 15:00 Uhr

Eine Initiative der Vereinigung vom Bullenhuser Damm e.V.

gefördert vom Bezirksamt Hamburg-Mitte