07.07.2022 – Geflüchtete: In Finkenwerder hat es nach dem Krieg viele Flüchtlinge, Umsiedler oder Vertriebene, z.B. aus Polen oder Ungarn, gegeben. Dies ist vielen der jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner nicht bewußt. Im Lager sollen bis zu 2000 Menschen gelebt haben. Aufgrund der Aktualität des Themas Flucht und Fluchtursachen wollen wir vor allem mit Zeitzeugen sprechen, um über diesen bisher sehr wenig bekannten Abschnitt der Finkenwerder Geschichte zu informieren. Während unserer vergangenen Ausstellung zur Flut von 1962 haben wir eher zufällig und ganz nebenbei einige informative Gespräche über das Thema Flucht geführt. Einige zukünftige Interviewpartnerinnen und Interviewpartner stehen bereits für Stellungnahmen zur Verfügung. Für viele war es ein wichtiges Anliegen, dass diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät. Ab 2023 möchten wir mit dieser neuen Ausstellung starten.

Wir werden weiter Informationen und Berichte von Zeitzeugen zu sammeln, die danach als Filmbeiträge, Ausstellungstafeln oder Dokumente veröffentlicht werden. Dabei bitten wir um eure Hilfe. Fotos können uns, falls digital, an unsere E-Mail hfgeschichtswerkstatt@t-online.de gemailt oder auf unserer Facebookseite gepostet werden. Für Erlebnisberichte über die damalige Zeit steht unser Aufnahme-Team zur Verfügung.

Vielen Dank für die Unterstützung!

23.09.2022

Was gibt es Neues? Seit Ende August zeigen wir eine kleine Ausstellung mit Bildern und Plakaten des Finkenwerder Malers Eduard Bargheer. Er war ein „Finkenwarder Jung“. Dieser bemerkenswerte Künstler hat nicht nur lange in Finkenwerder gelebt und gemalt, sondern wurde auch auf dem alten Friedhof südlich der evangelischen Kirche begraben. Während seiner Schaffenszeit wurde er vor allem aus politischen Gründen von den Nazis verfolgt und musste Deutschland verlassen. Unser Dank gilt einigen Sammlern oder ehemaligen Bekannten aus Finkenwerder, die uns mit Rat und Tat unterstützt haben. Diese Ausstellung ist jeweils Dienstags von 16:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Weitere individuelle Terminabsprachen sind möglich. Zusätzlich arbeiten wir mit dem Bargheer-Museum im Jenischpark zusammen, das uns Plakate für diese Ausstellung übergab und immer wieder unterschiedliche Ausstellungen zeigt.

Zeit zum Relaxen im Park: Wer sich rund um die Kapelle der Geschichtswerkstatt auf dem alten Friedhof, der inzwischen ein schöner ruhiger Park mit altem Baumbestand geworden ist, erholen möchte, ist dort richtig. Neue Grabstätten gibt es inzwischen nicht mehr, dafür lauschige Ecken oder eine schattige Bank zum Ausruhen. Das Grab von Eduard Bargheer befindet sich von der Kapelle aus gesehen links in Laufrichtung Landscheideweg, etwas versteckt hinter einem Busch.

29.09.2022- Unsere Ausstellung zum Thema „LAND UNTER! Die Flut in Finkenwerder“ ist nach drei Monaten nun leider beendet. Einige wenige Ausstellungselemente mit Flutmarken an den Häusern oder Zitate von Betroffenen können bis zum 07.10. noch in der Finkenwerder HASPA-Filiale in der Info-Ecke angesehen werden.

Wir haben uns über mehr als 500 Besucherinnen und Besucher in der Kapelle gefreut und viele Fluterlebnisse ausgetauscht. Vielen Betroffenen, die diese Flut miterlebt haben, stecken noch schreckliche Erinnerungen in den Knochen. Die Ängste kommen bei einigen Menschen nach jeder Sturmflutwarnung an der Elbe wieder hoch. Darüber wollten viele gerne reden. Und die jungen Menschen, die diese Katastrophe nie miterlebt haben, waren vor allem erstaunt über die Kraft der Wassermassen, die im Februar 1962 so viel zerstört haben.

Angesichts der Elbvertiefung und des Klimawandels stellen sich viele Finkenwerder Bürgerinnen und Bürger – vor allem aus den tieferliegenden Gebieten – Fragen zu aktuellen Hochwasserschutzmaßnahmen. Der Deutsche Wetterdienst zeigte beim Extremwetterkongress die Klimaentwicklungen, die auch Finkenwerder betreffen werden. Die eventuelle Wiederanbindung der Alten Süderelbe an die Tideelbe ist in diesem Zusammenhang ein besonders kontrovers diskutiertes Thema. Wer sich weiter informieren möchte: Die Ergebnisse des Forums Tideelbe sind hier veröffentlicht worden. Die Stiftung Lebensraum Elbe befasst sich momentan in einer Studie mit weiteren möglichen Maßnahmen. Der BUND leht eine einseitige Öffnung ab. Fakt ist: Süßwasser Tideauen sind ökologisch betrachtet sehr selten und daher besonders wertvoll. Die Interessensgemeinschaft Alte Süderelbe (IAS) hat ein Positionspapier veröffentlicht. Am Süderdeich findet man viele Plakate gegen die Wiederanbindung.

Die diesjährige Sommer-Ausstellung der Finkenwerder Geschichtswerkstatt zeigt unter dem Titel „Fischfänger“ vor 100 Jahren entstandene Fotografien des Fotografen Emil Puls, der im Auftrag des Altonaer Museums mit schwerer Plattenkamera und Holzstativ den Arbeitsalltag an Bord des Fischdampfers KERSTEN MILES eingefangen hat.

Als aktuellen Bezug zu den historischen Fotografien macht die Ausstellung in der Fritz-Schumacher-Kapelle auf die katastrophale Situation der Überfischung auf den Weltmeeren aufmerksam. Dafür haben das Bundesamt für Naturschutz, die Deutsche Umwelthilfe und die Hamburger Verbraucherzentrale den Ausstellungsmachern umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.

Besucher/ innen können sich die Ausstellung unter Einhaltung der Corona-bedingten Regeln ab 21 .Juli ansehen.

Öffnungszeiten: dienstags/donnerstags 16-19h sowie ab 9.August auch an den Sonntagen 15-17h.

Aktualisiert 28.11.2022

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Wie schön, dass Sie sich für unsere Themen interessieren. Sie sind herzlich willkommen!

Aktuelle Öffnungszeiten: Dienstag 16 bis 19 Uhr. Leider müssen wir bis zum Jahresende 2022 – abhängig von der Witterung – diese Öffnungszeit teilweise etwas einschränken. Das bitten wir zu entschuldigen! Es gibt keine ausreichende Heizmöglichkeit im Ausstellungsraum und Heizkosten sollten gespart werden. Wir versuchen trotzdem so häufig und so lange wie möglich, dienstags in dem genannten Zeitraum vor Ort zu sein. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen und vielleicht eine weite Anreise planen: Bitte nehmen Sie vorher Kontakt zu uns auf, damit Sie nicht vor einer geschlossenen Tür stehen müssen. Das möchten wir Ihnen nicht zumuten!

Gewünschte Termine außerhalb der Öffnungszeiten: Auf Anfrage sind selbstverständlich auch ein Besuch in der restaurierten Kapelle oder ein Gespräch zu geschichtlichen Fragestellungen möglich. Wir freuen uns ebenso über Schulklassen und interessierten Gruppen. Bitte nehmen Sie vorher per Mail oder Telefon Kontakt mit uns auf, damit wir uns zeitlich abstimmen können.

Momentan zeigen wir eine kleine Ausstellung mit Illustrationen, Bildern und Plakaten des berühmten Finkenwerder Malers Eduard Bargheer. Mehr zu seinen Werken finden Sie sozusagen gegenüber von Finkenwerder auf der anderen Elbseite im Jenischpark in dem sehr empfehlenswerten Bargheer-Museum.

07.07.2022 – Der Grandweg vom Eingangstor am Norderkirchenweg zur Kapelle wurde bereits saniert. Dieser von dem Stadtplaner Fritz Schumacher vor knapp 100 Jahren konzipierte Klinkerweg ist nun endlich Realität geworden. Darüber freuen wir uns sehr und können beobachten, dass dieser Weg gerne von Spaziergängerinnen und Spaziergängern sowie Fahrradfahrende genutzt wird.

Dagegen lässt die endgültige Sanierung der Prunkpforte gegenüber der Kirche noch immer auf sich warten. Diese wurde bereits auf einen Sockel gestellt, um das Holz besser zu schützen. Nun fehlen noch die Scharniere und Beschläge, die ganz akkurat an die historischen Vorgaben angepasst werden sollen. Leider verzögert sich diese Maßnahme seit Monaten.

Wir meinen: Eine Augenweide war die Pforte schon immer. Doch dieser war etwas in die Jahre gekommen. Das Holz war teilweise morsch und die Farbe abgeblättert. Fachkundig saniert wird diese nochmal sehr viel schöner aussehen. Wann es endlich soweit ist, steht momentan leider noch in den Sternen.

29.08.2022 – Freundinnen und Freunde der Finkenwerder Geschichtswerkstatt treffen sich alle zwei Monate am 1. Sonntag im Monat. Hier geht es um freundschaftlichen Klönschnack und um die Abstimmung und Umsetzung von geplanten Aktivitäten. Seit Ende August 2022 zeigen wir Zeichungen und Illustrationen des Finkenwerder Malers Eduard Bargheer als aktuelles Ausstellungsthema in der Kapelle. Diese Inhalte werden von uns gemeinsam geplant und umgesetzt.

Die Treffen finden ca. 6x im Jahr statt. Eine Einladung erfolgt jeweils vorab per Mail. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzliche willkommen, eine vorherige Anmeldungen ist nicht erforderlich.

Wir freuen uns immer über weitere Unterstützung und neue Mitglieder. Kommt gerne mal vorbei!

Hier findet ihr die zukünftigen Termine um 15 Uhr:

26.11.2022 Treffen und Mitgliederversammlung in der Finkenwerder Inselperle

Wanderausstellung

vom 6. Mai bis 23. Mai 2019

Dienstag 16-19 h, Donnerstag 15-18 h

in der Fritz-Schumacher-Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder, Norderkirchenweg

Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Julius-Leber-Forums zeigt die Gefahren auf, die von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. Sie stellt die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten und Einstellungen dar und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können.

16 Tafeln zeigen die Grundlagen unserer Demokratie, die Abgründe des Rechtsextremismus und die fließenden Übergänge zum Rechtspopulismus. Besondere Aufmerksamkeit wird auf jeweils eigenen Tafeln der Lage in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein gewidmet.

Die Ausstellung ist geeignet für Einzelbesucher_innen, Schulklassen und Gruppen ab einem Alter von 14 Jahren.