29.09.2022- Unsere Ausstellung zum Thema „LAND UNTER! Die Flut in Finkenwerder“ ist nach drei Monaten nun leider beendet. Einige wenige Ausstellungselemente mit Flutmarken an den Häusern oder Zitate von Betroffenen können bis zum 07.10. noch in der Finkenwerder HASPA-Filiale in der Info-Ecke angesehen werden.

Wir haben uns über mehr als 500 Besucherinnen und Besucher in der Kapelle gefreut und viele Fluterlebnisse ausgetauscht. Vielen Betroffenen, die diese Flut miterlebt haben, stecken noch schreckliche Erinnerungen in den Knochen. Die Ängste kommen bei einigen Menschen nach jeder Sturmflutwarnung an der Elbe wieder hoch. Darüber wollten viele gerne reden. Und die jungen Menschen, die diese Katastrophe nie miterlebt haben, waren vor allem erstaunt über die Kraft der Wassermassen, die im Februar 1962 so viel zerstört haben.

Angesichts der Elbvertiefung und des Klimawandels stellen sich viele Finkenwerder Bürgerinnen und Bürger – vor allem aus den tieferliegenden Gebieten – Fragen zu aktuellen Hochwasserschutzmaßnahmen. Der Deutsche Wetterdienst zeigte beim Extremwetterkongress die Klimaentwicklungen, die auch Finkenwerder betreffen werden. Die eventuelle Wiederanbindung der Alten Süderelbe an die Tideelbe ist in diesem Zusammenhang ein besonders kontrovers diskutiertes Thema. Wer sich weiter informieren möchte: Die Ergebnisse des Forums Tideelbe sind hier veröffentlicht worden. Die Stiftung Lebensraum Elbe befasst sich momentan in einer Studie mit weiteren möglichen Maßnahmen. Der BUND leht eine einseitige Öffnung ab. Fakt ist: Süßwasser Tideauen sind ökologisch betrachtet sehr selten und daher besonders wertvoll. Die Interessensgemeinschaft Alte Süderelbe (IAS) hat ein Positionspapier veröffentlicht. Am Süderdeich findet man viele Plakate gegen die Wiederanbindung.